“Capablanca hat bewiesen, daß man der Beste ist und trotzdem Erster
werden kann.”
“Zum Sieg gelangt man nicht, wenn man gut, sondern nur wenn man besser spielt.”
“Die Fehler sind dazu da, um gemacht zu werden.”
“Der vorletzte Fehler gewinnt.”
Suchergebnisse Archive: April 2009
“Capablanca hat bewiesen, daß man der Beste ist und trotzdem Erster
werden kann.”
“Zum Sieg gelangt man nicht, wenn man gut, sondern nur wenn man besser spielt.”
“Die Fehler sind dazu da, um gemacht zu werden.”
“Der vorletzte Fehler gewinnt.”
Es gibt Schachspieler, die schwach spielen, aber nicht wissen, daß sie schwach spielen. Das sind Unwissende. Meide sie!
Es gibt Schachspieler, die schwach spielen und wissen, daß sie schwach spielen. Das sind Vernünftige. Hilf ihnen!
Es gibt Schachspieler, die stark spielen, aber nicht wissen, daß sie stark spielen. Das sind Bescheidene. Achte sie!
Es gibt Schachspieler, die stark spielen und wissen, daß sie stark spielen. Das sind weise Schachspieler. Folge ihnen!
Die Remisstellung
Über Louis Paulsen, einen bekanntermaßen langsamen Spieler, berichtete George MacDonnell in der Deutschen Schachzeitung 1895 folgendes: In klarer Remisstellung brütete Paulsen über dem Brett, ohne einen Zug zu machen. Seine Bedenkzeit lief dabei ab. Sein Gegner, der das bemerkte, fragte Paulsen, worüber er denn nachdächte, die Partie sei doch Remis. Paulsen antwortete: ” Worüber ich nachdenke? Wenn wir das Spiel jetzt remis geben, dann habe ich in der nächsten Partie Weiß. Und ich überlege nun, welche Eröffnung ich wählen soll.” Paulsen verlor durch Zeitüberschreitung.
Bei der 46. UdSSR-Meisterschaft in Tiflis war die Partie zwischen dem jungen Kasparow und Bagirow unentschieden ausgegangen, weil Kasparow sich im entscheidenden Moment nicht dazu entschließen konnte, eine Figur ins Geschäft zu stecken. Bei der nachträglichen Analyse drehte sich alles um dieses Versäumnis. Der künftige Weltmeister versuchte sich zu verteidigen: “Ich habe den Springer nicht geopfert, weil ich einfach nicht alles bis zum Schluss durchrechnen konnte!” Da meinte Tal trocken: “Gewöhn dir das mal an, Garri: Erst opfern, dann rechnen!”
Der gefürchtete Kaffeehausspieler Burletzki machte im Jahre 1908 mit dem süddeutschen Meister Köhnlein einen Wettkampf auf sechs Gewinnpartien aus. Er ging mit starkem Selbstvertrauen und Ichgefühl (das “ch” sprach er mit hartem Gaumenlaut aus) in den Kampf, aber die erste Partie gewann Köhnlein.
Burletzki: “Ich habbe einen dummen Feller gemacht.”
Die zweite Partie gewann Köhnlein.
Burletzki: “Alle Partien kann man nicht gewinnen.”
Die dritte Partie gewann Köhnlein.
Burletzki: “Ich bin heute nicht in gutter Form.”
Die vierte Partie gewann Köhnlein.
Burletzki: “Er spielt nicht schlecht.”
Die fünfte Partie gewann Köhnlein.
Burletzki: “Ich habbe ihm unterschätzt.”
Die sechste Partie gewann Köhnlein.
Burletzki: “Ich glaube, er ist mir ebbenbürtig.”